DIÖZESANVERBAND BERLIN

Nachruf Irmgard Königstorfer

+Irmgard Königstorfer

28.02.1950 – 13.04.2021

Für uns Frauen der kfd und darüber hinaus ist es unfassbar und schwer anzunehmen, dass Irmgard Königstorfer, unser langjähriges Leitungsteammitglied, nicht mehr bei uns ist. Sie ist nach schwerer Krankheit gestorben. Wir haben ein Berliner-Urgestein, eine sehr aktive und beliebte Frau verloren und werden sie sehr vermissen.

Alle, die sie kennen lernen durften, haben sie als eine Powerfrau erlebt. Sie war wie ein Wirbelwind unterwegs. Ihre fröhliche und humorvolle Art steckte an. Wir hatten viel Spaß mit ihr, besonders auf den Tagesfahrten und auf der Frauenwallfahrt nach Helfta, die sie jährlich mit großem Engagement und großer Freude vorbereitete. Die fröhliche und schwatzende Frauenschar im Bus unterbrach sie immer mit den Worten: „Freizeit zu Ende“, um gemeinsam zu beten und zu singen.

In der kfd kümmerte sie sich vor allem um die Mitglieder. Sie hielt zu ihnen Kontakt und stand ihnen mit Rat und Tat zur Seite. Ein Herzensanliegen war ihr die Mitgliederwerbung. Durch persönliche Ansprache und ihre Begeisterung für den Frauenverband konnte sie viele Frauen gewinnen, in die kfd einzutreten.

Besonders wichtig waren ihr die Benachteiligten in unserer Gesellschaft. Sie setzte sich vehement und beharrlich für ein barrierefreies Berlin ein, damit die Menschen mit Behinderung freier und ohne Hilfe unterwegs sein können.

In ihrer Gemeinde, St. Dominicus, leitete sie über Jahrzehnte eine Frauengruppe, war Lektorin und arbeitete im Pfarrgemeinderat mit. Sie bereitete Maiandachten und Rosenkranzandachten vor. Bei Gemeindefesten zapfte sie mit großer Freude Bier. Sie liebte die Geselligkeit und freute sich über jeden Kontakt.

Sie konnte es schwer annehmen, dass durch die Coronapandemie die Begegnungen eingeschränkt wurden. Sie fühlte sich mehr und mehr isoliert. Als ihre beste Freundin schwer erkrankte und verstarb, konnte sie diesen Schicksalsschlag schwer verkraften.

Seid Ende November war sie im Krankenhaus. Furchtbare Ängste plagten sie und eine schwere Depression. Leider hat sie durch die Behandlung keine Hilfe erfahren, wie sie immer wieder betonte. Und dann fühlte sie sich auch von Gott verlassen: „Ich bin verloren. Der liebe Gott hat mich vergessen.“

Alles, was Irmgard Königstorfer wirklich ausmachte, kann nicht in Worte gefasst werden. Man musste sie einfach erlebt haben. Manchmal war der Umgang mit ihr auch nicht ganz einfach und so manches Mal haben wir uns gefetzt. Doch nachtragend war sie nie.

Irmgard, du warst eine von uns und wirst uns mit all deinen Gaben fehlen. Du wirst uns in guter Erinnerung bleiben.

Wir sagen Danke und geben dich in die besten Hände, die wir uns denken können, in die Hände Gottes.

Angelika Streich

Mahnwache

04.09.2020

Wir lassen uns nicht zum Schweigen bringen

„Fünf Orte - ein Weg“ so lautete das Motto der Regionenkonferenzen des Synodalen Wegs, die am 04.09.2020 in Berlin, Dortmund, Frankfurt/Main, Ludwigshafen und Berlin stattfanden. Wegen der Coronapandemie konnte die zweite Synodalversammlung nicht wie geplant vom 03.09. - 05.09. in Frankfurt/Main durchgeführt werden.

In Berlin versammelten sich die 50 Synodalen im Radission Hotel. Als sie am Abend das Hotel verließen, stießen sie auf eine Gruppe weiß gekleideter Demonstrantinnen, die zur Mahnwache gekommen waren, um für gleiche Rechte für Frauen in der katholischen Kirche zu demonstrieren. Eingeladen hatte das Aktionsbündnis „Maria 2.0 Berlin“ , dem Vertreterinnen der Frauenverbände kfd und KDFB angehören, sowie des Ökumenischen Frauenzentrums Evas Arche e.V. und Frauen aus verschiedenen Gemeinden. Angereist waren auch Frauen aus Hildesheim und Leipzig. Sie trugen das Purpurkreuz und kreativ gestaltete Plakate mit Texten, mit denen sie den Zugang zu allen Weiheämtern für Frauen forderten. Erzbischof Heiner Koch sprach mit den Vertreterinnen der kfd und des KDFB, ebenso die Kulturstaatssekretärin Dr. Monika Grütters.

gerecht

03.09.2020

Wegen der Coronapandemie musste die geplante Veranstaltung zum Tag der Diakonin am 29.04.2020 ausfallen. Unsere Referentin, Angelika Fromm, erklärte sich bereit ihren Vortrag "GERECHT" am 03.09.2020 zu halten. Es ist der Gedenktag der Phöbe und internationaler Tag der Diakonin.

 

Angelika Fromm ist Mitbegründerin des Netzwerks „Diakonat der Frau“ und ausgebildete, aber nicht geweihte „Diakonin“.

Sie begründet ihre Forderungen damit, dass die Ordination von Diakoninnen in der Westkirche bis ins 7. Jahrhundert, in der Ostkirche bis ins 13. Jahrhundert belegt ist. Seit dem Zweiten Vatikanischen Konzil und der Einführung des Ständigen Diakonats für Männer werden weltweit Stimmen immer lauter, dieses Amt auch für Frauen zu öffnen. Um dem Nachdruck zu verleihen, wurde in Deutschland Katharina von Siena zu Patronin erklärt. Und am 29. April wird jährlich der Tag der Diakonin gefeiert. Weltweit dagegen wird der 3. September begangen, der Gedenktag der Phöbe. Sie ist eine der ersten biblisch überlieferten Diakoninnen – nach Röm 16,1. Dieses Amt wurde jahrhundertelang im Neuen Testament nur mit „Dienerin“ übersetzt.

Fromm: „Ohne Frauen gäbe es kein Christentum.“ Paulus habe begriffen, dass die Botschaft Jesu nur mit Frauen weiterzutragen sei. Er hat sie in seinen Gemeinden als Leiterinnen eingesetzt und nutzte auf seinen Reisen ihre Gastfreundschaft, wie aus seinen Briefen hervorgeht. Dazu gehören neben Phöbe, Diakonin und Patronin der Gemeinde in Kenchreä (Röm 1-3), Lydia, Patronin und Leiterin einer Frauengruppe und Hausgemeinde in Philippi (Apg 16,40), Junia Apostelin (Röm 16,7; ab dem 13. Jahrhundert mit Junias falsch übersetzt). Weitere Frauen sind nach Röm 16 Prisca, Maria, Julia, Tryphäna, Tryphosa, Persis und Julia. Weiter gehören dazu Chloe (1 Kor 1,11), Nympha (Kol 4,15), Priska (1Kor 16,8), Evodia und Syntyche (Phil 4,2-4), Aphia (Phlm 2).

Für Paulus war das Charisma, die Begabung, entscheidend, nicht das Geschlecht. Fromm: „Denken wir an diese Frauen und Maria, die Mutter Jesu, sowie an Maria von Magdala, Zeugin und Verkünderin der Auferstehung Jesu, und an die anderen Frauen in den Evangelien, so muss festgestellt werden: ohne die katechetische, seelsorgliche, liturgische, theologische Arbeit von Frauen hätte es kein Christentum gegeben.“

In der Kirche der ersten drei Jahrhunderte kamen für die Frauen weitere Aufgaben hinzu: Missionsarbeit, Katechumenenunterricht (wegen der Geschlechtertrennung konnten nur Frauen in die Häuser zu Frauen gehen), Vorbereitung und Taufassistenz bei weiblichen Taufbewerberinnen (Untertauchen, Trocknen und Salben des weiblichen Körpers), Krankenkommunion. Diese Diakoninnen waren dem Bischof direkt unterstellt, nach einem Text waren sie „Auge und Ohr des Bischofs“. Noch vor der Ausbildung des Presbyterats hat es das Diakonenamt gegeben, wie die Stephanusgeschichte (Apg 6,1-7) zeigt.

„Dieses verschüttete Erbe muss heute wiederentdeckt und neu gelebt werden.“ Was in der frühen Kirche möglich war, müsse heute selbstverständlich sein. „Frauen müssen wieder in der Sprache, im Gottesbild, in der Spiritualität, in der Liturgie und im Amt sichtbar, präsent sein; sonst ist das Wort Gottes verfälscht!“

Walter Plümpe, 19.08.2020

Frischer Wind in die Kirche

13.06.2020

Einen eigenen Wortgottesdienst feierten Frauen vom Aktionsbündnis Maria2.0 und der katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd) am Samstag, 13.06.2020, vor den Stufen von St. Matthias in Berlin. Während und nach der Priesterweihe demonstrierten sie für mehr Geschlechtergerechtigkeit in der Kirche. Glückwünsche - auch für Erzbischof Heiner Koch zu seinem 40. Weihetag und Geburtstag - und eine weiße Rose gab es für ihn und die fünf Neupriester.

„Frauen ist es in der katholischen Kirche immer noch nicht möglich, ihr spirituelles Wirken voll auszuleben“, schrieben die Demonstrantinnen zu den Glückwünschen für die fünf Neugeweihten. „Und damit beschneidet sie sich selbst täglich sehr schmerzhaft. Sie verliert sichtbar ihre weltliche und spirituelle Bedeutung. Die Menschen verlieren damit auch einen wichtigen Weg zu Gott und zu anderen Menschen.“

Die Demonstrantinnen wollten mit ihrer Aktion „frischen Wind in die Kirche“ bringen; doch eilten die Neupriester nach dem Weihegottesdienst schnell an ihnen vorbei in die Sakristei. „Ohne Weihen für UNS seid IHR dem Untergang geweiht“, hatte eine junge Frau auf ihr Plakat geschrieben. Auf einem anderen Plakat stand: „Alle Menschen sind gleich. Vor Gott, vor Gericht, nicht in der kath. Kirche.“

„In Christus seid ihr alle eins" war das Motto der Wort-Gottes-Feier. Mit selten vorgetragenen biblischen Lesungen sollte auf ungewohnte Weise „das Feuer der biblischen Botschaft neu entfacht“ werden. Der Abschnitt aus dem Brief des Apostels Paulus an die Gemeinde in Galatien gipfelt in der Aussage: „Es gibt nicht mehr Juden und Griechen, nicht Sklaven und Freie, nicht männlich und weiblich; denn ihr alle seid eins in Christus Jesus.“

Im Johannesevangelium bekennt Marta: „Ja, Rabbi, ich glaube, dass du der Messias bist, der Erwählte Gottes, der in die Welt kommt.“ Dieses Messiasbekenntnis einer Frau steht nach Meinung der Demonstrierenden dem des Petrus in nichts nach.

Im Gebet erinnerten die Frauen daran, dass durch Taufe und Firmung Männer und Frauen gleich- und vollberechtigte Mitglieder der Kirche seien. „Durch partnerschaftliches, gleichberechtigtes Miteinander in allen Diensten und Ämtern können sie an der Erneuerung und Zukunft der Kirche mitarbeiten.“ Dafür erbaten sie sich Kraft und Zuversicht.

Gemeinsam bekannten sie: „Wir glauben an eine Kirche, die als Gemeinschaft die Kraft zur Erneuerung und zu grundlegenden Reformschritten hat.“ Dazu sollten „nach vielen Worten nun Taten folgen“. Denn wenn eine Frau den Jüngern als Apostelin vorausging, sollten Frauen auch zur Apostelnachfolge gerufen sein.

Walter Plümpe, 13.06.2020

Eine Kirche für viele statt heiligem Rest

06.02.2019

Buchvorstellung im Bernhard-Lichtenberg-Haus durch Kathedralforum und Frauengemeinschaft:

„Eine Kirche für viele statt heiligem Rest“ von Erik Flügge und David Holte

BERLIN. „90 Prozent der Kirchenmitglieder nehmen nicht am Gemeindeleben Teil. Sie zahlen nur für den Rest. Kann das wirklich die Idee einer Kirche sein?“ Diese Frage stellte Co-Autor David Holte seinen gut 30 Zuhörern im Bernhard-Lichtenberg-Haus. Bettina Birkner vom Kathedralforum und Angelika Streich von der katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands hatten ihn zur Vorstellung seines Buches eingeladen. Zusammen mit Erik Flügge hatte der junge Kölner zum letzten Katholikentag in Münster das Buch geschrieben „Eine Kirche für viele statt heiligem Rest“.

70 Seiten „provokant und subjektiv“, wie er einräumte.

Trotz vieler Belege für einen Glaubensschwund hat Holte das Christentum noch nicht aufgegeben. „Ich glaube noch daran, dass es bestehen kann. Weil das Christentum vielleicht die faszinierendste unter allen Religionen ist. Die eine Religion, die nicht den Sieger feiert, sondern den Gekreuzigten“, las er aus seinem Buch vor.

Den Abend eröffnete er mit einem kleinen gedanklichen Experiment: „Ich möchte mir eine Kirche vorstellen, die 90 Prozent ihrer gesamten zur Verfügung stehenden Mittel für die 90 Prozent ihrer Mitglieder aufwendet, die heute nicht am Gemeindeleben teilnehmen. Die 10 Prozent, die heute alles bekommen, sollen in dieser Kirche den Anteil haben, der ihnen entspricht: ein Zehntel vom Ganzen.“

Was könnte diese Kirche tun, wenn sie all ihr Geld in Personal investieren würde?, fragte er weiter. Und am Ende seiner Zahlenspiele stand ein ganzer Arbeitstag, der pro Haushalt zur Verfügung stünde. „Für die allermeisten wäre das unfassbar viel mehr als alles, was sie jemals mit ihrer Kirche erlebt haben“, resümierte er. „Sehr viel Zeit für alle – außer natürlich für die Wenigen, die seither alles bekommen.“ Die wenigen Kirchenmitglieder, die aktiv am Gemeindeleben teilnehmen, „nehmen alles für sich und teilen nicht gerecht“. Das verstand er nicht als Vorwurf, da die Kirche genau diese Nutzung anbiete.

Für eine Gemeinde mit 5.000 Haushalten ließen sich mit 30 Personen ein Besuch für jeweils zwei Stunden finanzieren, „und das sechs Stunden am Tag, also drei Besuche pro Mitarbeiter pro Tag“. Das ergäbe zusammen 43.200 Besuche, ohne eine einzige Überstunde gesammelt zu haben. Bei 5.000 Haushalten würde jedes Gemeindemitglied sogar über acht Mal besucht. „Beinahe jeden Monat könnte man an der Türe klingeln und sich Zeit nehmen. Nicht nur einen Moment, sondern ganze zwei Stunden lang. Man könnte über Gott und die Welt sprechen und vielleicht genau das werden, wofür sich viel zu viele Menschen heute Therapeuten suchen: Seelsorger.“

Statt in Hausbesuchen stecke das Geld im Unterhalt von Gebäuden, in Diözesanverwaltungen, Universitäten, Struktur und Binnenkultur. „Es steckt überall, nur nicht im Glauben vieler Mitglieder“, beklagte Holte die Privilegien der 10 Prozent. Und diese Minderheit wolle keine Veränderung dieser Situation. Dieses Zehntel der Kirchenmitglieder „weiß sehr genau, dass jede Veränderung zugunsten der anderen Mitglieder zu ihren Lasten geht“. Daher würden die Privilegien hartnäckig verteidigt. „Nichts darf sterben, aber alles im langen Siechtum verweilen.“

Hinter diesem Vorwurf sah der Autor „systemischen Egoismus“ und forderte eine Umkehr des Prinzips vom Abwarten zum Aufsuchen. „Eine Kirche der Vielen, eine Kirche der Zukunft trennt sich von Immobilien und der damit verbundenen Verantwortung. Sie stellt konsequent ein, was nur aus verzweifeltem Festhalten an der Tradition weiter getragen wird.“ Eine Kirche, die weiter bestehen wolle, müsste sich allen ihren Mitgliedern zuwenden, den 100 Prozent und nicht nur weiterhin den 10 Prozent.

Seine provokanten Thesen beendete David Holte mit einem Vorschlag: Postkarten an alle Gemeindemitglieder zu Ostern, handgeschrieben von Mitgliedern. Der Text könnte lauten: „Ostern ist das wichtigste Fest für uns Christen. Wir feiern, dass Jesus von den Toten auferstanden ist, und hoffen deshalb darauf, dass auch wir von den Toten auferstehen. Sie sind Mitglied in unserer Kirche, und darum wollen wir Ihnen mit dieser Karte Hoffnung machen. Wir glauben, dass Sie auferstehen werden. Herzliche Grüße von Ihrer Kirchengemeinde. Schön, dass Sie bei uns Mitglied sind.“

Walter Plümpe

sexueller Missbrauch in der katholischen Kirche

04.02.2019

Unter dem Motto #MachtLichtAn fordert die kfd die deutschen Bischöfe auf, Licht in das Dunkel der Missbrauchsverfälle zu bringen, verkrustete Machtstrukturen abzuschaffen, unabhängige Missbrauchsbeauftragte einzuetzen und die kirchliche Sexualmoral zu verändern. 

Als Berliner*innen haben wir uns an der Unterschriftenaktion beteiligt und mehr als 50 Postkarten unterschrieben, die der Deutschen Bischofaskonferenz zu ihrer Frühlingstagung übergeben werden.

 Informationen

In der Frankfurter Allgemeinen Zeitung  veröffentlichte am Sonntag, 03.02.2019 einen offenen Brief von Theolog*innen und Prominenten  an Kardinal Marx. Sie fordern, die Veränderung der Strukturen der katholischen Kirche.

 

 

90 Jahre kfd-Bundesverband e.V

07.10.2018

90 Jahre kfd-Bundesverband e.V.

Berliner kfd-Frauen waren am 06.10.2018 dabei, als im rustikalen Festzelt auf dem Staufenplatz in Düsseldorf das Jubiläum mit einem FrauenFestMahl gefeiert wurde. Aus dem gesamten Bundesgebiet waren 600 kfd-Frauen gekommen, um zu feiern und sich auszutuaschen. Es wurden in verschiedenen Talks verbandspolitsiche, gesellschaftliche und kirchenpolitische Themen mit Gästen aus Politik und Kirche diskutiert. 

weitere Informationen 

sexueller Missbrauch erschüttert die katholische Kirche

25.09.2018

Die deutschen Bischöfe haben heute auf ihrer Herbstvollversammlung in Fulda die Ergebnisse der Studie über den sexuellen Missbrauch an Minderjährigen durch Kleriker vorgelegt. Die Studie wurde von ihnen 2014 in Auftrag gegeben. Das Ausmaß und das Versagen im Umgang mit dem sexuellen Missbrauch erschüttert und ist ein Skandal. Zum Schutz der Institution und der betroffenen Priester wurde weg geschaut, verharmlost und geschwiegen. Die erschütternden Zahlen sind nur die Spitze des Eisbergs wie die Wissenschaftler herausgearbeitet haben und der sexuelle Missbrauch kein historisches, sondern ein anhaltendes Problem. Eine weitere Aufklärung und Aufarbeitung ist deshalb dringend erforderlich. Es muss Konsequenzen geben und im Sinne der Betroffenen gehandelt werden. In den Kirchenstrukturen muss es gravierende Veränderungen geben: Die „Männerbünde“ müssen durchbrochen werden. Die gesamte Leitungs- und Ämterstruktur der Kirche muss weiblicher werden. Auf allen Ebenen müssen Frauen und Männer mitentscheiden können. Ein Umdenken in Bezug auf das Priesterbild bedarf einer tiefgreifenden Veränderung. Priester sind nicht Stellvertreter Gottes, sondern Diener.

Die Zeit ist reif. Wann, wenn nicht jetzt.

Angelika Streich

weitere Informationen

 

 

Ökumenischer Kongress in Osnabrück

Vom 06.12.-09.12.2017 fand der Ökumenische Kongress in Osnabrück statt, an dem auch die kfd beteiligt war. Weitere Informationen

 

 

Nah dran

Beilage der kfd-Diözesanberbände Berlin, Erfurt, Dresden-Meißen, Görlitz und Magdeburg zum Mitgliedermagazin "Junia"

Predigerinnentag 2021: Die Geistliche Begleiterin Maria Ruby predigte in Leipzig.

Interview mit dem neuen kfd-DV Leitungsteam Magdeburg

60 Jahre Frauenwallfahrten im Bistum Erfurt: Pilgerinnen erzählen..

 

 

 

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