DIÖZESANVERBAND DRESDEN-MEIßEN

Ausflug der kfd-Gruppe Leipzig II

Ausflug der kfd-Gruppe Leipzig II 

 

Am Dienstag, dem 15. Mai 2018,  unserem lang geplanten Ausflugtag, fuhren wir bei ein paar Regentropfen, aber mit rundum guter Laune zu zwei sehenswerten Orten.

Die erste Station war die Templerkapelle in Mücheln bei Wettin.

Sie ist die einzige erhalten gebliebene Kapelle des Templerordens aus dem 11. Jahrh. in Deutschland. Zur Besichtigung steht sie jederzeit offen und wir waren die einzigen Gäste.

Die spannende Geschichte ihrer Erhaltung war schnell erzählt und nach der Führung tranken wir vor der Tür der Kirche unseren mitgebrachten Kaffee, bis uns die nächste Regenhusche zur einpacken zwang.

Anschließend fuhren wir ein paar Kilometer weiter, zur Stiftskirche auf dem Petersberg,  dem zweiten Ziel des Nachmittages. Auch sie ist eine Kirche aus dem 11/12. Jahrh. mit klaren Formen und einer schlichen, aber sehr ansprechenden Ausstattung. Weithin sichtbar steht sie auf einen Berg nördlich von Halle. Dort angekommen, war sogar ein Spaziergang ohne Regen rund um die Bergkuppe möglich.

Um 18 Uhr fand das Abendgebet der “Christus-Communität” statt, zu dem wir uns angemeldet hatten. Diese Communität ist eine evangelische klösterliche Gemeinschaft, die das alte Klostergelände rings um die Stiftskirche auf dem Petersberg seit ca. 1997 wieder mit neuem Leben bereichert und die zu Meditation und Einkehr einläd.

Zwei Mönche und 3 Schwestern sangen mit uns gemeinsam die Psalmen. Ihre Gebete und der Segen gaben uns “geistliche Nahrung” mit auf den Weg.

Nach dem Abendgebet war unser Picknick geplant. Nun regnete es wieder, aber die Communität stellte uns einen Raum im Neubau der alten Klosteranlage zur Verfügung,

wo wir unsere köstlichen Speisen genießend, noch bei guten Gesprächen unseren Ausflug  abschließen konnten.

Die übereinstimmende Meinung war: es war ein gelungener Ausflug. Danke an alle: für das schöne Zusammensein, die Gespräche und der Gedankenaustausch, sowie für Essen und Trinken.

 

 Angelika Pohler

 

Kirchweihfest in der Propstei

Strahlend blauer Himmel, keine Wolke weit und breit- ein Wetter, wie für ein Kirchweihfest gemacht!

Zwei Leipzigerinnen nahmen das festliche Ereignis der Propstei am Sonntag zum Anlass, die kfd mit einem Infostand bekannt zu machen.

Der Tisch mit dem Glücksrad war vor allem von vielen großen und kleinen Kindern ständig umlagert. Auf diese Weise kamen Angelika Pohler und Maria Möbius auch mit den Müttern und Großmuettern ins Gespräch und konnten anhand zahlreicher Werbebroschueren über die Ziele und Erfolge der Katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands berichten.

Frauentag 2018

Am 11. März 2018 trafen sich die kfd-Frauen des Diözesanverbandes Dresden-Meißen zum traditionellen Frauentag. 19 Mitglieder waren der Einladung in die Propstei, Leipzig, gefolgt.

„Gemeinsam Kirche sein“ – das Wort der deutschen Bischöfe und der Erkundungsprozess in unserm Bistum, so lautete das Thema, zu dem Martina Breyer, Mitglied des Zentralkomitees der deutschen Katholiken und Vorsitzende des Katholikenrates im Bistum Dresden-Meißen referierte. Nach einer Einführung und Erläuterung einzelner Zitate aus dem Wort der deutschen Bischöfe, wurden in Kleingruppen die Gedanken und Meinungen der Anwesenden diskutiert und im Plenum zusammengefasst. Der Wortlaut, zitiert aus sechs Kapiteln des Papiers, ließ die Anwesenden staunen über die Klarheit, mit der Fehlentwicklungen angesprochen wurden. „Widerstände, die sich gegen eine Pastoral der Berufung aller zur Heiligkeit richten, sind ernst zu nehmen. Denn sie weisen hin auf mögliche Verengungen und Fehlformen wie Moralismus, Weltfremdheit oder Fanatismus, die es zu vermeiden und zu überwinden gilt.“

Einiges schien den kfd-Frauen schon vom II. Vatikanischen Konzil bekannt zu sein.

„Die priesterliche Wurde aller Getauften kann weder durch Ämter oder Dienste noch durch Berufungen oder Beauftragungen einzelner Christen gesteigert oder überboten werden.“

Die Anwesenden waren sich einig, dass ihre Erfahrungen vor Ort mit einigen Vertretern der Amtskirche und „einzeln beauftragter Christen“ ganz andere sind. Dabei seien es gerade Verbände wie die kfd, die schon lange Seelsorge im eigentlichen Sinne pflegten.

Andererseits brauche es vermutlich „die gegenwärtigen kirchlichen Mangelerfahrungen, um die zentrale Wahrheit wieder zu entdecken: Jeder Christ ist aufgrund von Taufe und Firmung  berufen, das Heilige in seinem eigenen Leben immer weiter zu entfalten und eben dadurch Welt und Kirche im Geiste Jesu Christi mitzugestalten. Diese Bedeutung und Verantwortung jedes einzelnen Christen gilt auch unabhängig von der Zahl der Priester und des hauptberuflichen Personals in der Kirche.“

„Die Getauften und ihre Charismen sind der eigentliche Reichtum der Kirche.“ Diese zu entdecken, zu fördern und ihren positiven Entfaltungs- und Sendungsraum in Kirche und säkularer Welt zu erkennen und zu gestalten, sei eine zentrale Aufgabe. Wenn man auf dem Weg zur Erneuerung der Kirche etwas riskiere, müsse man in Kauf nehmen, dass auch Fehler gemacht und „dass es in dieser Pluralität von Diensten und Gaben auch Differenzen geben wird…“ „Die Menschen möchten immer weniger für vorgegebene Aufgabenfelder angeworben und ehrenamtlich eingesetzt werden… Durch ein solches Umdenken von einer Bedarfs- auf eine Ressourcenorientierung können ganz neue Ausdrucksgestalten kirchlichen Lebens entstehen.“

Gerade bei dem letzten Satz haben die Frauen genau hingehört. Eine Wiederbewegung auf dem festgefahrenen Pfad der Weihe von Diakoninnen wäre demnach nicht mehr unmöglich.

Zusammenfassend gehe es darum, gemeinsam Kirche zu sein für alle Menschen, um eine „Hinwendung zu Jesus Christus, um ein vertieftes Erkennen und Liebenlernen Jesu. Untrennbar davon ist die erneute Bekehrung zur Evangelisierung, zu einer Kirche, die wächst, indem sie aus sich heraus zu den Menschen geht, besonders zu denen am Rande.“

Die Anwesenden haben lebhaft diskutiert. Sie gingen mit der Hoffnung auseinander, dass es ja schon ein Anfang sei, diese Thesen zu formulieren und allen Gläubigen zugänglich zu machen, dass es aber nun auf uns, auf jede Einzelne ankomme, dass diese Erkenntnisse auf allen Ebenen umgesetzt würden. 

Kirchweihfest Liebfrauen

Brigitte Dienst (l) und Angelika Pohler betreuten den kfd-Stand auf dem Kirchweihfest in der Pfarrei Liebfrauen und kamen bei dieser Gelegenheit mit vielen Interessierten ins Gespräch

25 Jahre Bischof-Benno-Haus in Schmochtitz & 25 Jahre Katholische Erwachsenenbildung in Sachsen

Aus Anlass dieser beiden Jubiläen fand am Sonntag, dem 10. September 2017 ein Familiensonntag in Schmochtitz statt. Auch die kfd war eingeladen und zwei Vertreterinnen des Leitungsteams überbrachten die herzlichen Grüße und Glückwünsche der kfd-Frauen des Diözesanverbandes Dresden-Meißen.

 

 

Auf dem Foto ist unser Altbischof Joachim Reinelt im Gespräch mit Maria Möbius, Sprecherin des Leitungsteams

 

 

 

Hochfest Maria Himmelfahrt in Leipzig

Maria Himmelfahrt – Andacht mit Kräuterweihe

 

Der Tag Maria Himmelfahrt (15.August) gehört zu den Hochfesten des Kirchenjahres. Für die zwei Leipziger Frauengruppen wurde er zum Anlass, eine gemeinsame Andacht mit Kräuterweihe vorzubereiten. Dieses Fest und besonders die Kräuterweihe ist ein christlicher Brauch, der seit dem 9. Jahrhundert von Frauen praktiziert wird. Dabei werden Kräuterbündel (Buschen) durch kirchliche Weihe mit göttlicher Segenskraft versehen und dann im Haus oder Stall aufgehängt, unter das Viehfutter gemischt oder zu Räucherungen benutzt, um vor Krankheit und Unwetter zu schützen. Die Kräuterweihe gehört damit zu den ältesten volkstümlichen Bräuchen der katholischen Kirche. In Bayern und Österreich gehört es heute noch zur Praxis – in unseren Breiten ist dieser Brauch inzwischen „eingeschlafen“.

 

Um diesem Marienfest wieder neuen Schwung zu geben, wurden Einladungen verschickt und über die „Vermeldungen“ alle Frauen der Gemeinden im Leipziger Westen eingeladen. Die Andacht fand in St. Hedwig, im Leipziger Stadtteil – Böhlitz-Ehrenberg statt. Über 40 Frauen sind der Einladung gefolgt und sie brachten auch fleißig gebundene Kräuterbuschen mit (s. Foto).

 

In alten Aufzeichnungen werden als die meistbenutzten Kräuter genannt: Alant, Baldrian, Beifuß, Eisenkraut, Johanniskraut, Kamille, Wermut und Thymian. Weitere Kräuter wie Schafgabe, Salbei, Rosmarin, Pfefferminze, Zitronenmelisse, Ringelblumen, Frauenmantel und Liebstöckel gehören auch mit dazu.

Bedeutsam im Sinne der Zahlensymbolik waren Buschen zu sieben, neun, zwölf oder 14 verschiedenen Kräutern (sieben Sakramente, sieben Schmerzen Marias).

Mit einem schönen Band zusammengebunden, können diese Kräuter ein ganzes Jahr als Trockenstrauß in unseren Wohnungen hängen.

 

So konnte jede der Frauen etwas für Leib und Seele mitnehmen:

von den Texten und den duftenden Kräutern...

vom Geruch des Weihrauchs und dem Gesang…

von der gestalteten Andacht mit so vielen Frauen und den Gesprächen.

 

Zum anschließenden Sommerfest bei schönem Wetter gab es leckeres Essen

und lebhafte Gespräche. Der Eindruck - alle haben sich wohlgefühlt – wird uns weitertragen und im nächsten Jahr wollen wir es wieder so halten.

 

Danke an die Frauen, die geholfen haben, dass es so schön wird.

 

Zusatz: Ein Werbetisch der kfd zeigte auf dem Sommerfest die Vielfalt des Engagements von Frauen für Frauen. Wir konnten drei Frauen überzeugen, in die kfd einzutreten. 

 

kfd-Frauen fahren nach Eisleben

Gruppe Leipzig II am Museum Luthers Sterbehaus in Eisleben

Auf dem Gelände des Klosters Helfta

Im "Lebendigen Labyrinth" der kfd

Wir folgten im Jubiläumsjahr der Reformation Luthers Spuren in Eisleben und besuchten sein Geburts- und sein Sterbehaus. Erstaunlicherweise waren beide Häuser nicht so übervoll wie befürchtet. Interessante Details gab es zu entdecken, die das Leben vor 500 Jahren im Mansfelder Land sowie Luthers Herkunft und Werk  dokumentieren. Von Luther selbst sind leider nur wenige authentische Stücke erhalten.

Auf der Rückfahrt war ein Stopp im Kloster Helfta geplant, mit Besuch der Vesper in der Klosterkirche. Oberin Christiane und Ihre Mitschwestern freuten sich über unser Kommen. Zum anschließenden Picknick auf dem Klostergelände  packten alle Frauen ihre mitgebrachten Leckereien aus und der schöne Tag fand im Garten beim „Gehen durch das Lebendige Labyrinth“ seinen besinnlichen Abschluss. 

Eröffnung der Ausstellung "Stille Heldinnen" in der Hofkirche Dresden am 3. Mai 2017

Weltgebetstag der Frauen 2017

Jedes Jahr am 1. Freitag im Monat wird der Weltgebetstag der Frauen gefeiert. Frauen aus einem Land, im Jahr 2017 waren es die Philippinen, laden mit einer eigens dazu gestalteten Gebetsordnung ein, ihre Sorgen und Nöte kennen zu lernen und mit Gebeten und ihren Liedern zu begleiten, aber auch ihre Freude und Dankbarkeit über das wunderbare Geschenk der Schöpfung und die Liebe Gottes zu teilen, die sich uns im Nächsten mitteilen will.

Die Veranstaltungen finden dezentral statt. Die kfd-Frauen des DV Dresden-Meißen bringen sich gemeinsam mit evangelischen Nachbargemeinden in diese größte, weltumspannende  ökumenische Bewegung ein. Sie bereiten sich in ihren Gruppenstunden im Februar mit Bildmaterial und Texten/Liedern darauf vor. Um auch ein wenig in das Flair des jeweiligen Landes einzutauchen, werden Gerichte nach Originalrezepten nachgekocht und an diesem Abend gemeinsam gegessen.

In der Gruppe Leipzig II war eine Frau zu Gast, die ein halbes Jahr bei den Ärmsten der Armen im Rahmen ihrer Mission als Ärztin auf den Philippinen gelebt und gearbeitet hat. Ihr Bericht mit eigenen Bildern war erschütternd. Es ist für uns nicht vorstellbar, wie Menschen unter solch unwürdigen und in jeder Hinsicht lebensfeindlichen Bedingungen existieren können. Müll, der aus der ganzen westlichen Welt mit Schiffen dort hin transportiert und ohne zu prüfen, ob giftig oder nicht giftig, einfach abgekippt und von den dort wohnenden Menschen nach Verwertbarem durchsucht wird bei durchgängig ca. 30° C und einer Luftfeuchtigkeit von täglich über 90%. Die Kindersterblichkeit ist dort besonders hoch.

Sie sprach davon, dass sie mit ihrem Team täglich 75 bis 120 Patienten – Männer, Frauen und Kinder – behandelt hat, medizinische Eingriffe oft unter freiem Himmel und ohne Intimsphäre vornehmen musste. Mitgebrachte Medikamente oder Verbände  reichten kaum bis zum Ende des Tages. Die Menschen sind dort hineingeboren, abgestumpft und ohne jede Hoffnung, dass sie einmal ein anderes Leben führen könnten.

Es ist ein großes Anliegen des Weltgebetstages der Frauen: sich zu informieren, nach unseren Möglichkeiten zu helfen mit Spenden für weltweite Projekte und vor allem gemeinsam mit den Frauen aus dem Gastgeberland für ihre Anliegen zu beten.

Adventsfeier der kfd-Gruppe Leipzig I

Adventsfeiern in den Leipziger kfd-Gruppen

 

 

Freude im Advent…

 

… die Vorfreude auf Weihnachten zusammen genießen: Am Nikolaustag haben sich gleich beide Leipziger kfd-Gruppen getroffen:

Die kfd-Frauen der älteren Gruppe (Leipzig I) fanden sich bereits am Nachmittag im Lindenauer Kirchencafé ein. Die Damen erzählten sich ihre schönsten Weihnachtserinnerungen vergangener Jahre, kosteten von den selbstgebackenen Plätzchen und sangen beschwingt vom Glühwein die bekannten Lieder.

 

Am Abend traf sich in der Propsteigemeinde auch die Gruppe jüngerer kfd-Frauen (Leipzig II). Dort stand „Basteln“ auf dem Programm. Natürlich auch umrahmt von Liedern, Glühwein und Selbstgebackenem. Am Basteltisch entstanden kleine Hexenbüchlein, glitzernde Perlensterne und zarte Engel. Die Freude am gemeinsamen Tun und an den schönen entstandenen Dingen, zum Mitnehmen, Behalten oder Weiterverschenken, hat alle erfasst und wird sie hoffentlich noch etwas begleiten.

Bereits im November hatte die Gruppe eine Initiatorin des Leipziger Vereins „Frauen für Frauen“ zu Gast. Der Abend zum Thema „Gewalt gegen Frauen“ lies die Sorgen und Nöte der betroffenen Frauen sehr deutlich werden. Auch zu den Gegebenheiten und Rahmenbedingungen, den Möglichkeiten und Widrigkeiten eines Frauenhauses war einiges zu erfahren. So wurde am Nikolausabend außerdem für das Leipziger Frauenhaus gesammelt. Der aufgestellte Spendentopf erbrachte 75.- €. Allen Spenderinnen einen recht herzlichen Dank!

Basteltisch der Gruppe Leipzig II

 

25 Jahre Landesfrauenrat Sachsen e. V. FrauenWandelZeit (Kopie 1)

25 Jahre Landesfrauenrat Sachsen e. V.
FrauenWandelZeit

 

„Am 29. Oktober 2016 feierte der Landesfrauenrat Sachsen e. V. mit einer großen Festveranstaltung im Rathaus Dresden sein 25-jähriges Jubiläum. Neben mehreren Workshops hatten auch die einzelnen Mitgliedsvereine und –verbände die Möglichkeit, sich zu präsentieren. Außerdem konnten aktuelle und ehemalige Mitstreiterinnen ins Gespräch kommen. Eingeladen waren auch Vertreter/-innen aus Politik und Medien.“

(Die Zitate stammen ausschließlich aus „Chronik 1991 – 2016“ Festschrift aus Anlass des Jubiläums)

 

Der Landesfrauenrat Sachsen e. V. blickt auf 25 bewegte Jahre zurück. Von Beginn an war die kfd Diözesanverband Dresden-Meißen mit Maria Möbius als eine der 32 Initiatorinnen dabei. Damals war es das Sächsische Frauenforum e. V., das am 6. April 1991 als Dachverband für Frauenorganisationen und Frauengruppen in Sachsen gegründet wurde.  

In den Jahren 1991 bis 2000 entwickelte sich der Verein. „Er unterlag einem Prozess der Demokratisierung und Vernetzung, welcher mit zunehmender gesellschaftlicher und politischer Anerkennung verbunden war.“

Bis dahin wurden allerdings auch inhaltliche Differenzen einiger Mitgliedsverbände innerhalb des Dachverbandes spürbar. Es war auch bislang nicht gelungen, „Mitglieder aus Fach- und Berufsverbänden sowie aus dem universitären Bereich zu integrieren.“ Im Ergebnis der Diskussionen zu umstrittenen Problemfeldern sowie die verschiedenen Positionen dazu wurde eine Strukturkommission gebildet, die Ziele und Strukturen des SFF in einem Positionspapier erfassen sollte. Mitte 2000 sollte eine außerordentliche Delegiertenversammlung über eine eventuelle Namens- und Satzungsänderung entscheiden. Daraus ergab sich der neue Name: Landesfrauenrat Sachsen – Sächsisches Frauenforum e. V.

Parallel dazu gründete sich am 13. Juni 2000 ein zweiter Frauendachverband, Sächsischer Frauenrat e. V. Zu dessen Mitgliedern gehörte auch die kfd. Dieser sah den Schwerpunkt seiner Arbeit, sich stärker für die Chancengleichheit für Frau und Mann einsetzen.

Nach Jahren des Nebeneinanders beider Dachverbände wurde bei einem Delegiertentag am 24. Juni 2006 einer Verschmelzung beider Frauenräte zum „Landesfrauenrat Sachsen e. V.“ zugestimmt. Mit Heidrun Gebauer gehörte erstmals eine Vertreterin der kfd, DV Dresden-Meißen, dem Vorstand des Dachverbandes bis 2009 an.

2011 sah sich die kfd durch personelle und finanzielle Probleme (Höhe des Mitgliedsbeitrages) nicht mehr in der Lage, eine Delegierte in den Landesfrauenrat zu entsenden und kündigte die Mitgliedschaft. Aber bereits 2013 haben wir im Diözesanverband eine erneute Mitgliedschaft diskutiert und um Wiederaufnahme in den Landesfrauenrat gebeten sowie Uta Maier aus Dresden zu unserer Delegierten gewählt.

Bei der Präsentation der Verbände am Festtag zum 25-jährigen Jubiläum wurde es offensichtlich, wie wichtig der katholische Aspekt im Erscheinungsbild und damit im Wirken des Sächsischen Frauenrates ist. 

(Text und Bild Maria Möbius)

 

Einweihung der ersten Tafel "Frauenorte in Sachsen"

Am 25. Oktober 2016 wurde in Chemnitz die erste Tafel "Frauenorte in Sachsen" eingeweiht. Mit ihr wird an Ernestine Minna Simon erinnert. Zur Einweihung waren ca. 40 Frauen und Männer anwesend - Angelika Pohler, Gruppenleiterin Leipzig II, nahm auch teil und hat die folgenden Fotos gemacht. Auf dem dritten Bild stellt eine Frauengruppe aus Chemnitz streikende Textilarbeiterinnen dar.

Einjähriges Bestehen der Gruppe Leipzig II

Im Oktober stand der Gruppenabend unter dem Thema "Schöpfung".

Im Anschluss daran gab es eine kleine Feier zum einjährigen Bestehen der Gruppe Leipzig II 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Gesprächsforum zum Dialogprozess

Gender-Thema

 

Das Bewusstsein von Kirche und Gesellschaft hat sich verändert. Die Geschlechterrollen werden hinterfragt und wir sind aufgerufen, Ungerechtigkeiten anzugehen.

Ein Tag zum Thema: „Geschlechtersensibel: Gender - katholisch gelesen“ mit Begriffserklärungen und weiteren Informationen erlebten 25 Frauen der kfd und Gäste am 3. Sept. im Saal der Leipziger Propsteigemeinde. Frau Monika Altenbeck (Theologin und Psychologin) aus Düsseldorf führte durch das Thema, es ergaben sich reichliche Diskussionen und Gespräche; Dass die Kompetenzen von Frauen gefördert werden müssen, steht außerfrage. Doch das langfristige Ziel ist eine Geschlechtergerechtigkeit zwischen Frauen und Männern.

 

Der Weiterbildungs-Tag wurde Diözesanweit angenommen, für eine kulinarische Versorgung wurde gesorgt und die weiterführenden Informationen zum Thema „Dialogprozess“ – von und mit Martina Breyer rundeten den Nachmittag ab.

 

25 Jahre kfd-Gruppe Leipzig I

 

Die Leipziger kfd Gruppe I hatte bei ihrem Treffen am 20.Oktober 2016 in St. Martin von Leipzig doppelten Grund zur Freude und zum feiern. Vor 25 Jahren trafen sich in der Gohliser Gemeinde eine Reihe von Frauen aus Leipzig mit dem Ziel eine kfd-Gruppe ins Leben zu rufen. Federführend dabei war Ingeborg Hieke und so konnte sie auch nach 25 Jahren eine Reihe von Frauen aus der ersten Stunde begrüßen. Und begrüßen konnte sie auch 6 Frauen aus unserer Partnergruppe aus Gundelfingen/Freiburg-Breisgau. Diese Partnerschaft, die in der Zwischenzeit zu einer richtigen Freundschaft zwischen den Frauen aus Leipzig und Gundelfingen geworden ist, besteht seid 19 Jahren und wurde bei einer Gruppenarbeit in Mainz von Frauen aus Ost und West ins Leben gerufen. Ingeborg Hieke und Ursula Durein haben dabei den Hut auf und so fahren in regelmäßigen Abständen Leipziger Frauen nach Gundelfingen und im Gegenzug kommen Frauen aus Gundelfingen nach Leipzig. So wie die Gundelfinger uns ihre Stadt und wunderschöne Umgebung näher gebracht haben, haben wir Leipziger unsere immer schöner werdende Stadt gezeigt und so war in diesem Jahr ein Höhepunkt eine Führung durch die neue Propstei. Aber auch Wechselburg und Kloster Helfta gehörten in den vergangenen Jahren zu den Zielen mit unseren Gästen. Begrüßen konnten wir auch an diesem Tag Angelika Pohler. Sie gehörte 3 Jahre zur Leipziger Gruppe und hat im vergangenen Jahr mit viel Engagement eine neue Leipziger kfd Gruppe mit 14 Frauen gegründet.

 

Das Treffen am 20.Oktober 2016 endete mit einer kleinen Andacht in der St. Martins Kirche und von den Gundelfinger Frauen wurde die Einladung an die Leipziger Frauen anläßlich 20 Jahre Partnerschaft zwischen den Gruppen ausgesprochen._

 

kfd-Frauen im Labyrinth

 

 

In Leipzig gibt es seit 2002 ein Rasen-Labyrinth. Das steht allen offen und wird an besonderen Tagen des Jahreskreises von einigen Fraueninitiativen zur Meditation genutzt. Am 21.Juni, dem Tag der Sommersonnenwende, trafen sich dort die kfd-Frauengruppe und die Frauen, die von den Aktionen am Labyrinth wissen. Angelika Koraus (Dozentin für Meditation des Tanzes) führte in das Labyrinth und in das Fest ein. Etwa 30 Frauen folgten der Einladung zu gehen, zu riechen, zu schauen, zu fühlen, zu schmecken, zu tanzen, zu singen und sich an dem Sommertag mit allen Sinnen zu freuen.

Angelika Pohler

 


 

 

 

Abschied von Sr. Susanne Schneider

 

 

Mit einem großartigen Gottesdienst wurde am 19.Juni 2016 Sr. Susanne Schneider in einer vollen Leipziger Propsteikirche verabschiedet. Großartig nicht nur wegen der besonderen Musikdar-bietungen, sondern auch, weil sie selbst ihre Gedanken zum Evangelium einbringen konnte –

ihre Sichtweise als Frau – es war wohltuend zu hören.

Ihre Arbeit in Leipzig war während 15 Jahren geprägt von vielfältigen Aufgaben im geistlich-spirituellen Bereich der Stadt. Neben ihrer Arbeit bei der Kontaktstelle „Orientierung“, einer Anlaufstelle für suchende Menschen in der Leipziger Innenstadt, konnte sie zahlreiche weitere Arbeiten übernehmen, unter anderem war sie die geistliche Begleiterin des kfd-Diözesanverbandes Dresden-Meißen.

Weiterbildung für Frauen - auch und besonders in Glaubensfragen - war ihr eine Herzensangelegenheit im Diasporagebiet. Auch deshalb blicken die kfd-Frauen mit Dank und Wehmut zurück. Nun strebt Sr. Susanne einen Ortswechsel und ein neues Wirkungsfeld in München an, zudem wir alles Gute wünschten.

Zum Abschied sangen die kfd-Frauen ihr ein Lied und überreichte eine Spendensumme für ein Hilfsprojekt, eine Mädchenschule im Kongo.

Angelika Pohler

 


 

Ausstellung: Frauen aus dem Bistum Dresden-Meißen


– STILLE HELDINNEN –

 


 

Für den 100. Katholikentag in Leipzig wurde eine Ausstellung konzipiert, die auf 10 Stelen die Lebenssituationen und Wege von 28 Frauen aus unserem Bistum beschreibt.

10 Frauen aus Leipzig, 10 Frauen aus Dresden und 8 Frauen aus Chemnitz sowie aus der Umgebung stehen mit Texten und jeweils einen Porträtfoto mit dieser Ausstellung in der Öffentlichkeit. Denn, sie waren besondere Frauen, die alleinstehend oder familiär, im Beruf, in einer Pfarrgemeinde oder in sozialen Diensten ein Leben aufzeigen, das nicht vergessen werden soll. Diese Frauen lebten und wirkten im Bistum Dresden-Meißen seit der Bistumsneugründung (1921) in Diasporaverhältnissen und in zwei Diktaturen. Sie wirkten meistens „im Stillen“ und bewirkten dennoch viel. Dabei können die genannten Frauen nur ein Zeichen für viele ungenannte Lebenswege sein. Das Engagement von Frauen in der Kirche stärker anzuerkennen, ist ein großes Anliegen der Ausstellung.


Die Initiatorin dieser Ausstellung ist die Grafikerin Angelika Pohler. Seit sie 2015 die Idee zu der Ausstellung hatte, zeigten sich sehr bald die Schwierigkeiten, diese besonderen Frauen ausfindig zu machen. Frauen in Dresden, in der Lausitz, in Chemnitz und Thüringen halfen beim sammeln der Biografien. Viele Pfarrer und Gemeindemitglieder unterstützten das Anliegen. Unzählige Gespräche, Telefonate, emails und Briefe waren nötig, um die Frauen zu beschreiben. Ein herzliches Dankeschön allen, die zugearbeitet, mitgedacht und recherchiert haben.


Die Ausstellung stand während des Katholikentages im Museum der bildenden Künste und wird nun als Wanderausstellung durch das Bistum gehen.

Angelika Pohler

 





Nah dran

Frühlingsbeilage der Diözesanverbände Berlin, Görlitz, Erfurt, Magdeburg, Dresden-Meißen zu "Frau und Mutter" Mitgliederzeitschrift der kfd

Altes Anliegen in neuem Gewand, Frauenwallfahrt im Bistum Magdeburg 2018 

Buchvorstellung in Berlin: Zana Ramadani schreibt über die Macht muslimischer Mütter.

Anstehende Veranstaltungen